Zahnpflege-Broschüre für Kinder herunterladen

Zahngesundheit für Kinder

 

Rund um das Thema „Zahnpflege bei Kindern“ gibt es immer noch viele Unklarheiten. In einer Umfrage unter Österreichs Eltern gaben im Jahr 2008 immer noch 45% der Befragten an, dass 4-jährige Kinder allein für ihre Zahnpflege verantwortlich wären, 8% trauten das sogar 2-Jährigen zu. Auch hat jedes 4. Kind unter 14 Jahren bereits Angst vor dem Zahnarzt – meist hat diese Angst große Auswirkungen auf die Regelmäßigkeit der späteren Kontrollen und damit auch auf die Zahngesundheit im Erwachsenenalter. Gesunde Milchzähne entstehen bereits in der Schwangerschaft, spätestens sobald der erste Zahn beim Säugling durchbricht, sollte dann mit der täglichen Mundhygiene begonnen werden. Karies ist heute zu fast 100% vermeidbar! Nutzen Sie Ihrem Kind zuliebe diese Chance.

 

» Gesunde Milchzähne – Grundlage für die Zahngesundheit
» Karies ist ansteckend!
» Tägliche Zahnpflege
» Die richtige Zahnbürste/Zahnpasta
» Zahnpflege für zwischendurch
» Zahnfreundliche Ernährung
» Keine Angst vor dem Zahnarzt

 

 

Gesunde Milchzähne – Grundlage für die Zahngesundheit

Gleich zu Beginn soll der größte Irrtum rund um die Kinderzahnpflege widerlegt werden, nämlich „Milchzähne fallen ohnehin aus und sind daher nicht wichtig“.

 

Richtig ist: Gesunde Milchzähne sind die Grundlage für ein gesundes Gebiss im Erwachsenenalter und müssen daher mit größter Sorgfalt gepflegt und wenn nötig auch von der Zahnärztin/dem Zahnarzt saniert werden!

 


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Karies ist eine Infektionskrankheit und damit ansteckend!

Immer noch wissen viele Eltern nicht, dass Karies eine Infektionskrankheit und damit ansteckend ist. In 80% der Fälle werden Kinder in den ersten eineinhalb Lebensjahren von ihren Eltern mit Karies angesteckt. Die schützende Mundflora ist in dieser Zeit noch nicht ausgebildet und Karies wird über den Speichel auf das Kind übertragen.


Achten Sie deshalb auch als Eltern auf gute Mundhygiene und lassen Sie von Ihrer Zahnärztin/Ihrem Zahnarzt eine professionelle Zahnprophylaxe durchführen.


Vermeiden Sie Übertragungswege so weit wie möglich, und verzichten Sie auf das Abschlecken von Schnullern oder Essbesteck. Eine eigene Zahnbürste für jedes Familienmitglied sollte selbstverständlich sein!

 


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Tägliche Zahnpflege

Zahnpflege vom ersten Milchzahn an

Die zweimal tägliche Zahnreinigung muss bereits mit dem Durchbruch des ersten Milchzahns, meist im Alter von sechs bis neun Monaten, beginnen. Achten Sie insbesondere abends darauf, die Zähne gründlich zu reinigen!

 

Gewohnheit: „Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr“
Stellen Sie sicher, dass das Zähneputzen für Ihr Kind möglichst früh zum Tagesablauf dazugehört. Lassen Sie es von Anfang an auch alleine Zähneputzen, um die Gewohnheit zu entwickeln – auch wenn es zunächst nur an der Zahnbürste herumkaut. Putzen Sie immer nach und kümmern Sie sich damit selbst um die tatsächliche Reinigung der Zähne.

 

Nachputzen bis zum zehnten Lebensjahr
Bis Kinder wirklich alleine sorgfältig Zähneputzen können, dauert es länger, als die meisten Eltern denken. Auch ein vierjähriges Kind ist noch nicht so weit. Als Richtwert gilt: Erst wenn Ihr Kind flüssig schreiben gelernt hat, ist seine Handmotorik ausgereift genug, um nach und nach selbstständig Zähne zu putzen.

 

Eltern als Vorbild
Vorbildwirkung ist wichtig: Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind auch Sie beim Zähneputzen sieht! Zwei Drittel der Kindergartenkinder geben an, dass ihre Eltern niemals Zähneputzen, weil sie offenbar nie dabei sind.

 


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Die richtige Zahnbürste

Die ideale Kinderzahnbürste hat abgerundete, weiche Borsten. Um alle Ecken gut erreichen zu können, sollte der Kopf der Bürste klein sein. Wichtig ist ein dicker, rutschfester Griff, der gut und sicher in der Kinderhand liegt. Nach spätestens drei Monaten sollte die Bürste ausgewechselt werden – jedoch ist ein Wechsel meist früher nötig. So genannte „Lernzahnbürsten“ haben einen längeren Griff, durch den Sie mit Ihrem Kind gemeinsam die richtigen Bewegungsabläufe üben können.

 

Die richtige Zahnpasta
Verwenden Sie für die Milchzähne fluoridhaltige Kinderzahnpasta. Dass die Zahnpasta verschluckt wird, ist in dieser geringen Menge unbedenklich. Kinderzahnpasta sollte nicht zu süß schmecken, damit sich Ihr Kind nicht an den ständigen süßen Geschmack im Mund gewöhnt. Ab dem Volksschulalter sollten Sie Juniorzahnpasta für das „Wechselgebiss“ verwenden.

 


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Zahnpflege für zwischendurch

Wasser und zuckerfreier Kaugummi für Kinder
Im Idealfall sollten die Zähne nach jeder Mahlzeit geputzt werden, was im Alltag mit Kindern nur schwer umsetzbar ist. Trotzdem lässt sich auch zwischendurch einiges für gesunde Kinderzähne tun. Ein guter Tipp: Lassen Sie Ihr Kind mit Wasser nachtrinken, um grobe Speisereste wegzuspülen. Zuckerfreier Kaugummi für Kinder macht Kindern Spaß und kann die Mundhygiene unterwegs sinnvoll ergänzen.


Zuckerfreier Kaugummi für Kinder hilft, die Zähne zu schützen
Klinische Studien dokumentieren: Regelmäßiges Kauen von zuckerfreiem Kaugummi zwischendurch, zusätzlich zum Zähneputzen, hilft auch bei Kindern, das Kariesrisiko um bis zu 40% zu reduzieren.


Zuckerfreier Kaugummi statt Süßigkeiten
Zuckerfreier Kaugummi für Kinder schmeckt süß, ist jedoch zuckerfrei und damit eine echte Alternative zu Süßigkeiten. Geben Sie regelmäßig zuckerfreien Kaugummi für Kinder nach dem Essen.


 15-20 Minuten
Die optimale Wirkung entsteht, wenn zuckerfreier Kaugummi mehrmals täglich – nach jedem Essen oder Trinken – für 15 bis 20 Minuten gekaut wird.


Kinder können Kaugummikauen, wenn sie den Unterschied zwischen Kauen und Schlucken kennen. Es ist jedoch auch nicht bedenklich, wenn ein Kind einmal aus Versehen den Kaugummi verschluckt, dieser wird in der Regel einfach auf normalem Weg wieder ausgeschieden.

 


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Zahnfreundliche Ernährung:

Natürlich wissen Eltern längst, dass ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung wesentlich zur (Zahn)Gesundheit ihres Kindes beiträgt. Mit ein paar gezielten Tipps können Sie viel für die Zahngesundheit Ihres Kindes tun und gesunde Ernährung schmackhaft machen.

 

 

Tipps und Tricks rund um die richtige Ernährung

 

Fläschchenkaries
Bei Kleinkindern: „Fläschchenkaries“ entsteht in erster Linie durch Fläschchen, die nachts gegeben werden, weil Kinder währenddessen einschlafen und der letzte Schluck über viele Stunden im Mund bleibt.
Deshalb: Geben Sie nachts nur Wasser! Gewöhnen Sie die Flasche ehest möglich ab, sobald sie zur Ernährung nicht mehr nötig ist (spätestens ab dem ersten Geburtstag).

 


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Keine Angst vor dem Zahnarzt:

Nach dem Durchbruch des ersten Milchzahns sollte auch schon der erste Zahnarztbesuch erfolgen. Es ist wichtig, die kleinen PatientInnen kindgerecht und spielerisch an die zahnärztliche Behandlung heran zu führen. Gehen Sie daher unbedingt mit Ihrem Kind zur Zahnärztin/zum Zahnarzt solange noch alles in Ordnung ist. So gewöhnt sich Ihr Kind an die Atmosphäre und lernt, ohne Angst den Mund zu öffnen, um der Zahnärztin/dem Zahnarzt einen Blick hinein zu erlauben.

 

Viele Erwachsene haben Angst vor dem Zahnarztbesuch – versuchen Sie, diese Angst nicht auf Ihr Kind zu übertragen und hier Vorbild zu sein.

 

Wichtig sind regelmäßige, zwei- bis dreimal jährliche Kontrollen.

 

Suchen Sie eine Zahnärztin/einen Zahnarzt, die/der gerne Kinder behandelt, sich die Zeit nimmt und bereit ist, sich mit Ihrem Kind auseinanderzusetzen. Achten Sie darauf, dass sie/er professionelle Mundhygiene bzw. Zahnprophylaxe anbietet.

 

Auch vorbeugend kann in der Zahnarztpraxis einiges getan werden: Tiefe Rillen und Furchen, die mit der Zahnbürste nur schwer zu erreichen sind, können mit Kunststoff-Lack versiegelt werden, um die Entstehung von Karies zu verhindern.

 

Bei Kindern ist die Etikette nicht so streng, trotzdem ist auch hier nicht alles erlaubt. Die Kaugummi-Benimm-Anleitung mit Thomas Schäfer-Elmayer, Regeln für´s Naschen, Informationen über die Zufuhr von wichtigen Fluoriden und weitere Tipps rund um Kinderzahngesundheit finden Sie hier in unserer Kinder-Broschüre.

 


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