Die „Wrigley Oral Healthcare Programs“ wurden Ende der 1980er Jahre in Europa gegründet. Damals zeigten Untersuchungen (Jensen 1988) erstmals, dass zwanzigminütiges Kaugummikauen nach jedem Essen oder Trinken zu einer Speichelstimulation bis um das 10-fache führt. Dadurch werden Plaque-Säuren, die bei der Aufspaltung von Kohlenhydraten aus der Nahrung durch die Bakterien im Mund gebildet werden und zu einem Absinken des pH-Wertes (rote Kurve) im Mund führen, rasch neutralisiert.
In der Folge steigt der Plaque-pH-Wert rasch wieder in den optimalen Bereich an (blaue Kurve), und eine Demineralisation, d.h. ein Herauslösen von zahnhärtenden Kalzium- und Phosphationen aus dem Zahnschmelz, die Vorstufe zu Zahnschäden, wird verhindert bzw. gestoppt.
Aber nicht nur die Demineralisationsphasen werden verkürzt, durch die rasche Neutralisation des Plaque-pH-Wertes im Mund verlängert sich die Phase der Remineralisation, d.h. des Wiedereinbaus von zahnhärtenden Mineralionen in den Zahnschmelz (Abb. 1).
Weitere klinische Studien die in den vergangenen 10 Jahren weltweit veröffentlicht wurden, dokumentierten: Regelmäßiges Kaugummikauen zwischendurch, zusätzlich zum Zähneputzen morgens und abends, hilft das Kariesrisiko um bis zu 40% zu reduzieren!
